VDR

[08.06.2010] Luftverkehrsabgabe trifft neben Airlines besonders Geschäftsreisende

Geschäftsreiseverband VDR befürchtet Kostensteigerungen für Unternehmen

Frankfurt, den 8. Juni 2010 Die im Rahmen des Sparpakets der Bundesregierung geplante Luftverkehrsabgabe belastet Unternehmen mit zusätzlichen Kosten. „Bereits die Finanz- und Wirtschaftskrise und auch die Aschewolke haben ein großes Loch in die Budgets der Unternehmen gerissen. Eine Luftverkehrsabgabe, um den Staatshaushalt zu sanieren, trifft hier die falschen“, kritisiert VDR-Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl das Vorhaben der Bundesregierung.

Fluggesellschaften werden die Kosten weitergeben – so müssen Passagiere für jedes Ticket zwischen zehn und 15 Euro mehr bezahlen. Für Unternehmen bedeutet dies eine zusätzliche finanzielle Belastung. „Ein solcher Sparplan wirkt wie ein Dämpfer für den vorsichtigen Optimismus, der in der Branche durchaus zu spüren ist“, so Biehl. „Die Leistung der Travel Manager in den Unternehmen war bereits in der Krise besonders gefragt. Bei einer derartigen Erhöhung des Ticket-Preises müssen Geschäftsreisen noch besser gemanagt werden – zum Beispiel durch umfassendere Preisvergleiche und die Recherche nach passenden Alternativen zum Flug.“

Der Sparplan widerspricht den Ankündigungen des Koalitionsvertrags, dessen verkehrspolitischen Beschlüsse der VDR im vergangenen Oktober begrüßt hatte. „Der VDR setzt sich ein für bezahlbare Mobilität – wir fordern seit jeher, dass die Bundesregierung keine nationalen Alleingänge bei der Einführung neuer Steuern und Gebühren unternimmt. Die Abgabe nur für Passagiere, die aus Deutschland abfliegen, findet deshalb beim VDR keinen Anklang.“

Wie die neue Steuer ausgestaltet wird, ist noch nicht bekannt. Es soll eine „nationale ökologische Luftverkehrsabgabe“ erhoben werden, die nach Lärm und Energieverbrauch gestaffelt werden soll. Eines ist aber jetzt schon klar: Fliegen wird auch für Geschäftsreisende teurer.

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