Palm Springs, 4. Mai 2006. „Architektonisch besonders wertvoll“ – mit diesem Prädikat stufte der National Trust of Historic Preservation die Stadt Palm Springs als eine der „Zwölf erhaltenswerten Städte“ des Jahres 2006 ein. Jedes Jahr wählt die Organisation einzigartige und liebevoll gepflegte amerikanische Destinationen aus, um das kulturelle Erbe Amerikas zu schützen und Interesse an ihren spezifischen Eigenschaften zu wecken. Mit der Ernennung von Palm Springs würdigte der National Trust insbesondere die Arbeit des Palm Springs Bureau of Tourism, die entscheidend zur Wahrung des authentischen Charakters der Stadt beiträgt. „Palm Springs verfügt über eine besondere Vielfalt architektonischer Stilrichtungen, die die 100-jährige Geschichte des Ortes reflektieren. Aufgrund des Engagements des Tourismusbüros bewahrt Palm Springs seinen einzigartigen Charakter“, so Richard Moe, Präsident des National Trusts.
Palm Springs hat architektonisch einiges zu bieten. Typisch für den Westen der USA sind etwa die in der Adobe-Bauweise errichteten Gebäude, die sich auch in Palm Springs finden. Die Technik, Häuser aus ungebrannten Lehmziegeln zu bauen, übernahmen die ersten nicht-indianischen Siedler von den Ureinwohnern. Das älteste, noch heute erhaltene Adobe-Haus baute 1884 ein Richter aus San Francisco, der mit seiner Familie nach Palm Springs zog. John Guthrie McCallum war der erste nicht-indianische Siedler des Ortes. Heute ist das McCallum Adobe für Besucher zugänglich. Eine Ausstellung zeigt alte Photographien, Gemälde sowie Kleidung und indianische Alltagsgegenstände aus vergangenen Zeiten.
Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden in Palm Springs zahlreiche Gebäude im Stil des „Mid Century Modern“. Die Architekten dieser hellen, durchsichtigen Bauten, deren große Fenster von leichten Metallkonstruktionen eingerahmt sind, gehörten zu den bekanntesten ihrer Zeit. Ikonen wie der Schweizer Corbusier-Schüler Albert Frey und der Österreicher Richard Neutra, einer der wichtigsten Vertreter des Mid Century Modern in Südkalifornien, schrieben hier Architekturgeschichte.
Der National Trust wählte Palm Springs unter 93 Kandidaten aus insgesamt 39 Staaten aus. Neben Palm Springs gehören Prescott (Arizona), Monterey (Kalifornien), Lewes (Delaware), Waimea (Hawaii), Bowling Green (Kentucky), Arrow Rock (Missouri), Philipsburg (Montana), Saranac Lake (New York), Bartlesville (Oklahoma), West Chester (Pennsylvania) und Milwaukee (Wisconsin) zu den „erhaltenswerten Stätten“ des Jahres 2006. Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter www.nationaltrust.org.
Palm Springs liegt im Coachella Tal in der Wüste Kaliforniens, etwa zwei Autostunden von Los Angeles entfernt. Mit über 350 Sonnentagen im Jahr ist die Stadt für ihr warmes und trockenes Klima bekannt. Die Wüstenoase ist nur 32 km entfernt vom Joshua Tree National Park und Ausgangspunkt für Ausflüge zu zahlreichen touristischen Attraktionen Kaliforniens. Die Repräsentanz des Palm Springs Bureau of Tourism ist erreichbar unter Tel. 0049-(0)6103-8335686, per E-Mail: info@palm-springs.de oder im Internet unter www.palm-springs.de.