Quito

[28.06.2010] Das Neueste aus Quito – Stadt in der Mitte der Welt

Der neue internationale Flughafen von Quito hat sich zum Vorbild in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit entwickelt

Ein Jahr, bevor der neuen Flughafen von Quito eröffnet wird, steht er bereits als Modell für Umweltverträglichkeit da – mit Auszeichnungen von internationalen Organisationen wie dem United Nations Institute for Training and Research (UNITAR) und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS).
ENVIRONMENTAL SUSTAINABILITY AWARD

Das Ausbildungs- und Forschungs-Institut der Vereinten Nationen (United Nations Institute for Training and Research, UNITAR) verlieh dem neuen Flughafen im August 2009 in Paris die Auszeichnung „Best practices in Environmental Sustainability in the Americas and the World“. Quito setzte sich gegen 57 Flughäfen weltweit durch, die für den Preis in die engere Wahl gekommen waren.

Die Auszeichnung würdigt, dass der neue Flughafen beim Design wie auch beim Bau die besten Methoden und Verfahren (best practices) anwendet. Für die Vermeidung von Sicherheitsrisiken ebenso wie für die Verringerung der Umweltauswirkungen auf das natürliche Umfeld und die Nachbargemeinden kommt hochmoderne Technik zum Einsatz. Auch die positiven Auswirkungen, die der Flughafen auf die Lebensqualität der Stadtbewohner haben wird, flossen in die Auszeichnung ein.

AMERICAS 2009 AWARD

Ebenfalls im August 2009 erhielt der Flughafen den „Americas Award 2009“ in der Kategorie „Excellence in Leadership in Environmental Sustainability for a public service project“ („Führungskompetenz in Sachen Umweltverträglichkeit bei einem öffentlichen Projekt“). Der Flughafen erhielt diese Auszeichnung in Atlanta (USA) von der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gemeinsam mit UNITAR, der CAF (Corporación Andina de Fomento), einer Finanzinstitution, die auf den internationalen Märkten Kapital für Lateinamerika bereitstellt, und dem International Training Center for Government Authorities and Civil Society Leaders (CIPAL).

Der Neue Internationale Flughafen von Quito wurde ausgewählt, weil er zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung beitragen sowie den Tourismus und die Exporte fördern wird – und zwar unter ausgezeichneten Sicherheitsbedingungen und mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt.

DIE WICHTIGSTEN FAKTEN ZUM FLUGHAFEN

Höhe über dem Meeresspiegel: 2.400 Meter
Lage: 20 Kilometer vor den Toren Quitos
Fläche: 1.500 Hektar
Bebaute Fläche: ca. 70 Hektar
Mögliche Flächenexpansion: 70 bis 100 Hektar
Start- und Landebahnen: zwei (4.100 und 2.350 Meter Länge)
Fläche des Passagierterminals: 38.000 Quadratmeter (erste Ausbaustufe)
Kapazität des Passagierterminals: fünf Millionen Passagiere (erste Ausbaustufe)
Zahl der Abfertigungsschalter: 60
Frachtfläche: 42.000 Quadratmeter
Frachtkapazität: 249.531 Tonnen pro Jahr
Flugzeug-Parkpositionen: 45
Höhe des Towers: 41 Meter
Parkplatzkapazität: 903 Fahrzeuge


Quito wird Gastgeber des Meetings and Incentives Travel Market Americas 2010

Der nächste Meetings and Incentives Travel Market Americas (MITM) wird vom 6. bis zum 8. Oktober 2010 in Quito stattfinden. Die ecuadorianische Hauptstadt setzte sich gegen 27 andere lateinamerikanische Städte durch. Quito wird damit zum zweiten Mal nach 2006 Gastgeber des MITM. Damals war die Messe mit rund 250 Teilnehmern einschließlich Einkäufern und Ausstellern ein großer Erfolg.

Den MITM gibt es seit 15 Jahren. Die anderthalbtägige Reise-Fachmesse wendet sich speziell an den Markt für Meetings, Incentivereisen, Konferenzen und Events (MICE). Reise- und Tourismusunternehmen aus Nord- wie Südamerika und der Karibik kommen über ein System individueller und vorher festgelegter Verabredungen mit zuvor ausgewählten Einkäufern (hosted buyers) aus Europa und den USA zusammen, die Incentivereisen, Treffen, Konferenzen, internationale Kongresse und Events organisieren oder unter Vertrag haben.

Nach Ende der MITM haben Einkäufer und internationale Journalisten Gelegenheit, an einer der von der Messe und/oder den Ausstellern organisierten Tour teilzunehmen und Sehenswürdigkeiten, Einrichtungen oder touristische Dienstleistungen in Augenschein zu nehmen. Aus diesem Grund wechselt der Ort der MITM in jedem Jahr.

Mehr Informationen unter www.mitmamericas.com.

MITM AMERICAS 2009

MITM AMERICAS 2009 in der kubanischen Hauptstadt Havanna wurde von Hosted Buyers mit MICE-Spezialisierung aus den folgenden Ländern besucht: Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, der Türkei, Ungarn und den USA.

Insgesamt gab es 75 Aussteller aus 15 Ländern: Argentinien, Barbados, Chile, der Dominikanischen Republik, Ecuador, Frankreich, Guatemala, Jamaika, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Panama, Peru, den USA and Venezuela.

Während der Messe fanden insgesamt 2.109 Einzelgespräche zwischen Ausstellern und Hosted Buyern statt. Das Gesamtgeschäftsvolumen dieser Gespräche wird auf etwa 132 Millionen Euro geschätzt.

QUITO CONVENTIONS AND INCENTIVES BUREAU

Das Quito Conventions and Incentives Bureau (QCIB) ist ein strategischer Partner von Tourism Quito. Das QCIB versammelt und koordiniert die verschiedenen Unternehmen der MICE-Branche in der Stadt, darunter touristische Dienstleister, Eventplaner, Veranstaltungsorte und Fluggesellschaften. Zurzeit hat es 51 Mitglieder.

Das Quito Conventions and Incentives Bureau ist Mitglied der International Congress and Conventions Association (ICCA), die Zugriff auf eine große Datenbank mit Kongressen und Tagungen auf der ganzen Welt ermöglicht. Das QCIB bewirbt sich mit Unterstützung von Tourism Quito kontinuierlich als Veranstaltungsort internationaler Kongresse und Tagungen.

Mehr Informationen unter www.quitoconventions.com.


Neue Museen in Quito

MUSEUM CASA DEL ALABADO

Eine Kunst-Zeitreise im Museum für präkolumbianische Kunst

Ecuador ist die Heimat der ältesten Zivilisationen Amerikas – eine Tatsache, die leider größtenteils unbekannt ist. Bis zuletzt waren diese kulturellen Reichtümer in der ausgewählten Kunstsammlung des Zentralbankmuseums untergebracht. Nun werden die Wunder aus der Vergangenheit Ecuadors mit der Eröffnung des Museums Casa del Alabado in perfekter Umgebung ausgestellt – ein privates Museum, untergebracht in einer kolonialen Villa in der Altstadt Quitos.

Ein Museumsbesuch lohnt sich auf jeden Fall. Die Villa wurde komplett restauriert und renoviert. Das Haus hat seinen Namen von der Inschrift des Türbogens an der Eingangstür – ein „alabado“, eine Gebetsinschrift aus dem Jahre 1671 – und somit ist es eines der ältesten Gebäude des Landes.

Der Villa wurde durch die neue Nutzung als Museum neues Leben eingehaucht. Die Ausstellung reicht von den fantastischen Innenräumen zu den zwei wundervollen Patios des Hauses und beinhaltet weitere Räume für temporäre Ausstellungen, für Vorträge oder Spiele. Ziel des Museums ist es, Wissen über die Geschichte Ecuadors zu vermitteln. Das Café im Innenhof lädt aber auch zum Entspannen ein.

Die Arbeiten zum Umbau der Villa haben vier Jahre in Anspruch genommen und wurden durch viele Künstler, Fachleute und Baumeister unterstützt. Das Museum ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt und stellt das Konzept des präkolumbianischen Kosmos in den Mittelpunkt.

Die Themen beginnen mit der Unterwelt, reichen von der Welt der Schamanen und der Transformation, der Parallelwelten und materiellen Welten zur Welt der Mächtigen, und enden schließlich in der Energie und dem Licht der unkontrollierbaren Kunstwelt. Erleben Sie eine echte Museumsreise durch die historische Vergangenheit des Landes: stimulierend, herausfordernd und überraschend.

Das Museum ist der Traum und die Idee zweier ecuadorianischer Sammlerfamilien, deren kreative Kraft durch das gesamte Museum und die Ausstellungsstücke spürbar ist. Sie erstreckt sich ebenfalls auf den Museums-Shop: die Designs der Produkte wurden von den Ausstellungsstücken inspiriert und zeigen Keramik, Textilien, Schmuck, Kleider und vieles mehr in ecuadorianischer Art.

Das Museum Casa del Alabado ist ein wundervolles neues Museum in der Altstadt, nur wenige Schritte südlich des Plaza San Franziska. Es ist seit Mitte April 2010 geöffnet. Mehr Informationen zum Museum finden Sie unter www.precolombino.com (Diese Webseite in englischer und spanischer Sprache ist sehr zu empfehlen!).

MUSEUM FÜR KOLONIALE KUNST

Nach einem halben Jahrzehnt Renovierungsarbeiten öffnete diesen Monat eines der ältesten und emblematischsten Museen Quitos erneut seine Türen. Das Museum für koloniale Kunst beherbergt eine fantastische Kollektion an Kunstwerken vom 16. bis zum 19. Jahrhundert und ist damit eines der wichtigsten Museen seiner Art in Ecuador.

Das Museum, welches 1938 zum ersten Mal eröffnet wurde, öffnet dieses Jahr unter dem Motto „Kunst und Leben im alten Quito“. Unter diesem Motto werden 1.550 Ausstellungsstücke gezeigt, darunter Gemälde, Skulpturen, Möbelstücke, Textilien, Dokumente, Münzen und Miniaturen.

Der Fokus der Ausstellung liegt auf der Ikonografie der Stadt Quito in Königsbesitz während der Kolonialzeit sowie dem damaligen gesellschaftlichen und religiösen Leben der Stadt mit seinen Festivitäten.

Das Museum ist in einer wunderschönen kolonialen Villa untergebracht, die aus dem späten 16. Jahrhundert stammt. Das Haus wurde von der Stiftung zur Erhaltung des kulturellen Erbes von Quito (FONSAL, www.fonsal.gov.ec) restauriert und bietet heute 10 Räume für Dauerausstellungen sowie zwei Räume für temporäre Ausstellungen.

Mehr Informationen finden Sie unter www.cce.org.ec (Spanisch).


Quito im Grünen – Erholung und Vergnügen

Die Parks von Quito bieten den Einheimischen und Besuchern jeden Alters nicht nur Raum für Entspannung und Erholung, sondern auch für zahlreiche Freizeitaktivitäten. In allen Vierteln findet man die grünen Orte, ob klein oder groß, alle bieten Ihre Art von Unterhaltung.

Spaß für jeden in La Carolina

Der Park La Carolina liegt im Finanzzentrum Quitos, Tausende von Menschen kommen täglich hier her, um zu trainieren oder einfach nur an der frischen Luft zu entspannen. Der Ort ist ein Anziehungspunkt für Jung und Alt, für Sportler und solche, die nur entspannen wollen. Am Wochenende strömen Familien aus Quito hierher, um Fußball, Basketball oder das sogenannte Ecuavolley zu spielen, das vor allem im Hochland gespielte traditionelle Volleyball, bei dem jede Mannschaft aus nur drei anstatt fünf Spielen besteht. Zudem gibt es Möglichkeiten zum Rollschuhfahren, Inline Skaten oder Fahrradfahren. Auch Pferde- und Trabrennen werden abgehalten. Zudem birgt der Park einen Wasserpark mit einem See, auf dem man zum Beispiel mit dem Tretboot fahren kann.

Für Wissbegierige bietet der Park gleich vier Einrichtungen. Im Botanischen Garten, eine Oase inmitten der Stadt, findet man eine riesige Anzahl an Orchideen und anderen Pflanzen der ecuadorianischen Anden. Ausstellungen wie beispielsweise zu fleischfressenden Pflanzen oder dem Bonsaibaum locken nicht nur Stadtbesucher, sondern auch viele Quiteños in den Garten.
Die kürzlich eröffnete Aula für Klima und Umwelt ist mit der neuesten Technik ausgestattet, wird von Bildungseinrichtungen genutzt und fördert Projekte des Umweltschutzes.
Auch das sogenannte „El Vivarium” von Quito befindet sich im Park La Carolina. Diese Dauerausstellung birgt unterschiedlichste Reptilien, darunter ein riesige Anzahl an Schlangenarten des tropischen und subtropischen Raums von Ecuador.
Das Museum für Naturwissenschaften (Museo Ecuatoriano de Ciencias Naturales) gibt mit seinen botanischen, paläontologischen und mineralischen Ausstellungsstücken ebenso einen umfassenden Überblick über den natürlichen Reichtum des Landes.

Anschrift: Av. Amazonas, de los Shyris, Naciones Unidas y Eloy Alfaro.
Öffentliche Verkehrsmittel: Trolebus, Haltestelle La Carolina; Ecovía, Haltestellen Naciones Unidas, Eloy Alfaro oder Benalcázar.

La Alameda, der älteste Park von Quito

Auch als „Chuquihuada” bekannt, ist La Alameda, der Park mit der längsten Geschichte der Stadt. Im Park liegt auch der berühmte „Churo”, einer der ältesten Aussichtspunkte der Kolonialstadt. Von der Spitze hat man einen wundervollen Blick auf die Basílica, den Berg  Panecillo und den Vulkan Pichincha. Entlang der Parkwege stößt man immer wieder auf Monumente, eines der wichtigsten ist das Denkmal der „Misión Geodésica Francesa“ in Ecuador und das Monument von Simon Bolivar im Haupteingangsbogen des Parks.
Hier befindet sich auch das erste astronomische Observatorium Südamerikas, und zum Erstaunen vieler funktioniert es trotz seines Alters immer noch. Das 1876 erbaute Werk prahlt mit bester Technik und steht allen Besuchern offen, die die damals verwendeten Instrumente der Astronomie sehen möchten, wie beispielsweise das Merz-Teleskop.
Auch in diesem Park kann man auf einem natürlichen See Boot fahren. Diese Art des Ausflugs hat sich bei den Einwohnern von Quito zu einer echten Tradition entwickelt.

Anschrift: Av. Diez de Agosto y Av. Gran Colombia
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Trolebus, Haltestelle Alameda; Ecovía, Haltestelle Simón Bolívar

Park Itchimbía, ein beeindruckender natürlicher Aussichtspunkt

Der Park erstreckt sich über den Gipfel und die Hänge des Itchimbia, der mit einer Höhe von 2.910 Metern an der östlichen Grenze der Altstadt liegt. Der Blick über die umliegenden Stadtviertel El Dorado, La Tola und San Blas ist beeindruckend – bei klarer Sicht kann man das koloniale Stadtzentrum ebenso wie die berühmten Vulkane Pichincha, Cayambe, Antisana, Atacazo, Corazón und die Illinizas ganz deutlich erkennen.

Der Itchimbia Park ist lehrreich, erholsam und die grüne Lunge der Stadt. Besucher erwartet eine ganze Reihe erstklassiger Attraktionen und Unterhaltungsmöglichkeiten: Spielplätze, Freiluftkünstler, weitläufige Spazier- und Radwege, Fuss-, Volley- und Basketballplätze, Grillplätze, Aussichtspunkte – den Freizeitmöglichkeiten sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt.

Inmitten des Parks liegt das Kulturzentrum Itchimbia, auch “Kristallpalast” genannt. Das Kulturzentrum, eines der bedeutendsten des ganzen Landes, bietet zahlreiche kulturelle Attraktionen, darunter die Festspiele der traditionellen Spiele Quitos, aber auch Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen aller Art.
Der Itchimbia lädt förmlich zur Erholung ein – einfache Elemente wie der andine Wald, die Landschaft, die Klänge und Düfte der Natur tragen dazu bei, dass Besucher hier einfach mal die Seele baumeln lassen können.

Anschrift: Sector El Dorado
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Trolebus, Haltestelle San Blas und Haltestelle La Alameda; Ecovía, Haltestellen Eugenio Espejo und Simón Bolívar