

Israel, 26. August 2025. Seit kurzem hat die Ausstellung der Israel Antiquities Authority (IAA) „Rising from the Ashes: Archaeology in a National Crisis“ in Jerusalem für Besucher geöffnet. Sie erzählt die schmerzhafte Geschichte des Angriffs vom 7. Oktober 2023 auf die Gemeinden im Gaza-Grenzgebiet anhand einer beispiellosen Dokumentation der Ereignisse und der Rolle der IAA. Als Hüterin der kulturellen Erbes Israels, fungierte sie inmitten der Gegenwart.
Gewöhnlich untersuchen Archäologen Jahrtausende alte Stätten, hier arbeiteten sie jedoch unter außergewöhnlichen Bedingungen: in verwüsteten Kibbuzim, verbrannten Häusern, auf verkohlten Straßen und dem Open-Air-Gelände des Nova-Festivals. „Diese Ausstellung erzählt die Geschichte aus der Perspektive der Israel Antiquities Authority“, sagt Projektleiterin Leora Berry. „Fachleute, die ihre Fähigkeiten in der Deutung antiker Archäologie entwickelt haben, fanden sich plötzlich beim Graben in den Trümmern gerade zerstörter Häuser wieder. Dank ihres besonderen Know-hows konnten sie selbst die spärlichsten menschlichen Überreste erkennen und so Gesichter, Namen und Erinnerungen wiederherstellen.“
Dank der Arbeit IAA fanden Hinterbliebene einen Abschluss: Es gelang, 16 vermisste Personen zu lokalisieren und persönliche Gegenstände halfen dabei, Schicksale aufzuklären. So erhielt Stav Miles den von ihrer Mutter, der verstorbenen Yona Fricker, gefertigten Schmuck, den sie an ihrem Hochzeitstag tragen wird. Und die Familie der verstorbenen Shani Gabay erhielt eindeutige Gewissheit, nachdem ihre Halskette mit einem Anhänger genau an der Stelle gefunden wurde, an der sie – wie man nun versteht – ermordet wurde.
Zudem initiierte mit dem israelischen Ministerium für Kulturerbe und der Tekuma-Direktion ein nationales Dokumentationsprojekt: Die Zerstörungsorte im Gaza-Grenzgebiet werden als 3D-Modelle („digitale Zwillinge“) mit eigentlich für riesige antike Stätten entwickelten, modernen Technologien reproduziert. So bleibt die Erinnerung an den 7. Oktober 2023 dauerhaft erhalten. Selbst wenn die Region wiederaufgebaut ist und das Leben weitergeht, geht die Evidenz nicht verloren und die Erinnerung verblasst nicht.
Ausstellung ab sofort für Besucher geöffnet
In der Ausstellung erwarten die Besucher fortgeschrittene sensorische und technologische Präsentationen: Zu sehen sind unter anderem eine Wand mit Fotografien gefundener Objekte, die durch Bewegung sichtbar werden, die originalen, vor Ort verwendeten Werkzeuge sowie Bildschirme, auf denen die 3D-Modelle der Zerstörungsorte im Detail erkundet werden können.
Die vielschichtige Kombination aus Audio-/Videomedien, Erzählung und Live-Visualisierung lässt das Erlebte nicht nur als Zeugnis, sondern auch als persönliche und kollektive Reise von Dokumentation und Erinnerung erfahrbar werden. Der Besuch ist eine Reise, die sich ins Herz einprägt – von Schock und Verlust über schmerzvolle Betrachtung bis hin zu Auferstehung und Hoffnung.
Öffentliche Führungen starteten diesen Monat. Die Ausstellung ist nicht für Kinder vorgesehen und nur für Gruppen zugänglich. Jede Führung wird von professioneller und sensibler Begleitung getragen.
Rabbi Amichai Eliyahu, israelischer Minister für Kulturerbe, sagte: „Die Einrichtung der Ausstellung Rising from the Ashes am Jay and Jeanie Schottenstein National Campus for the Archaeology of Israel in Jerusalem ist ein Akt tiefer Bewahrung – nicht nur von Steinen, sondern von Geist. Inmitten einer der schwierigsten Perioden, die unsere Nation erlebt hat, hat die Israel Antiquities Authority – gemeinsam mit dem israelischen Ministerium für Kulturerbe und der Tekuma-Administration – ihre Mission auf neue Weise verwirklicht: Sie hat die Zerstörung dokumentiert, die Fragmente gesammelt und sie in einen Baustein unseres nationalen Gedächtnisses verwandelt. Als Volk, das nach Jahren des Exils in sein Land zurückgekehrt ist, wissen wir, dass die Kräfte des Geistes und der Erinnerung wahrhaft Ecksteine der Erneuerung sind.“
Die Ausstellung in Jerusalem bietet Einheimischen sowie internationalen Besuchern eine weitere Möglichkeit, sich mit den Ereignissen vom 7. Oktober 2023 auseinanderzusetzen. Bereits der international bekannte Künstler Benzi Brofmann hat in Tel Aviv mehrere Street-Art-Werke den Geschehnissen gewidmet und damit internationales Interesse geweckt. Er selbst ist dem Schrecken am 7. Oktober im Kibbuz Re'im nur durch einen glücklichen Zufall entkommen. Als bekannter Graffiti-Künstler wurde er seinerzeit für das Nova-Festival engagiert, welches er dann aber ungeplant früher verlassen musste.
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Ob Rundreisen, Städtetrips, Baden, Wellness, Aktiv- und Kulturreisen, Mietwagentour oder Familienurlaub: Das Staatliche Israelische Tourismusbüro informiert über die verschiedenen Regionen, Städte und Sehenswürdigkeiten im Heiligen Land. Israel liegt im östlichen Mittelmeerraum und ist von den meisten Teilen Europas nicht mehr als vier Flugstunden entfernt. Das Land bietet sonniges Klima, eine große Vielfalt an historischen, archäologischen und religiösen Stätten sowie einen fesselnden Kontrast zwischen Antike und Moderne. In Israel werden Besucher mit traditioneller Gastfreundschaft begrüßt, die bis in biblische Zeiten zurückgeht. goisrael.com
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