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Israel

18.06.2026

400.000 Jahre unter der Erde: Prähistorische Höhle bei Haifa freigelegt

18.06.2026

400.000 Jahre unter der Erde: Prähistorische Höhle bei Haifa freigelegt

Israel, 18.06.2026. Bei Bauarbeiten nahe Furaidis, südlich von Haifa, ist eine der bedeutendsten prähistorischen Fundstätten weltweit zum Vorschein gekommen: eine 400.000 bis 250.000 Jahre alte Höhle der Acheulo-Yabrudian-Kultur, die seitdem versiegelt geblieben war.

Im Inneren der Höhle fanden die Forscher Feuersteinwerkzeuge, darunter kleine Handäxte, Schaber und Klingen, sowie Tierknochen von Damhirschen, Gazellen und Urpferden. Hinweise auf Wasser deuten darauf hin, dass der Ort für frühe Gruppen von Jägern und Sammlern über lange Zeiträume hinweg attraktiv war – und immer wieder aufgesucht wurde. Geleitet wird die Ausgrabung von Dr. Kobi Vardi und Amit Gabbay von der Israel Antiquities Authority (IAA), in Kooperation mit Prof. Ron Shimelmitz vom Zinman Institute of Archaeology und der School of Archaeology and Maritime Cultures der Universität Haifa. Finanziert wird sie von der Ayalon Highways Company.

„Wir haben das seltene Glück, eine Stätte von globaler Bedeutung zu untersuchen, die dank außergewöhnlicher Erhaltungsbedingungen vor den Spuren der Zeit geschützt blieb“, sagte Prof. Ron Shimelmitz von der Universität Haifa. „Diese Zeitkapsel gehört einer einzigartigen Phase am Ende des frühen Paläolithikums an – kurz bevor Neandertaler und moderne Menschen dominant wurden. Nur eine Handvoll Fundstätten aus dieser wichtigen Periode wurde im Levant freigelegt, und die meisten sind für die Forschung unzugänglich.“

Was die Wissenschaftler besonders bewegt, sind nicht allein die Artefakte, sondern das Muster dahinter. Die Höhle wurde über Jahrtausende immer wieder von Menschen aufgesucht – ein früher Beleg für soziales Zusammenleben und die Weitergabe von Wissen. „Die schrittweisen Veränderungen dieser Epoche in menschlicher Physiologie, Technologie und Gesellschaft waren Vorläufer der komplexen Verhaltensweisen, die Neandertaler und moderne Menschen später prägten“, erklärte Prof. Shimelmitz. „Sie können als Samen betrachtet werden, aus denen unsere komplexe Kultur erwuchs.“

Dr. Kobi Vardi, Head of the Prehistory Branch der Israel Antiquities Authority, betonte den Ausnahmestatus des Funds: „Es ist sehr selten, eine Stätte in einem solchen Erhaltungszustand zu finden. Jeder Prähistoriker, der die Stätte besucht, ist schlichtweg begeistert. Der Ort ist nicht weniger bedeutend als die bekannte Nahal Me'arot-Stätte – und datiert in dieselbe Epoche.“

Die Israel Antiquities Authority und die Universität Haifa planen ein groß angelegtes Forschungsprogramm, das rekonstruieren soll, wie Menschen lebten, sich anpassten und neue Technologien entwickelten. Langfristig soll die Stätte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden – für die Bewohner von Furaidis, Schulen der Region und alle, die sich für die Urgeschichte des Nahen Ostens interessieren.

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Ob Rundreisen, Städtetrips, Baden, Wellness, Aktiv- und Kulturreisen, Mietwagentour oder Familienurlaub: Das Staatliche Israelische Tourismusbüro informiert über die verschiedenen Regionen, Städte und Sehenswürdigkeiten im Heiligen Land. Israel liegt im östlichen Mittelmeerraum und ist von den meisten Teilen Europas nicht mehr als vier Flugstunden entfernt. Das Land bietet sonniges Klima, eine große Vielfalt an historischen, archäologischen und religiösen Stätten sowie einen fesselnden Kontrast zwischen Antike und Moderne. In Israel werden Besucher mit traditioneller Gastfreundschaft begrüßt, die bis in biblische Zeiten zurückgeht. goisrael.com

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